Sie kamen aus dem Nichts, eroberten die Handtaschenherzen im Sturm und sind seitdem nicht von Frauenarmen wegzudenken: George, Gina & Lucy Taschen. Ob gemustert, einfarbig, schlicht, knallbunt, aus Nylon, Lack oder Leder – Die George, Gina & Lucy Tasche kann so ziemlich alles. Charakteristisch ist der große Karabinerhaken, mit dem fast jede Tasche versehen ist. Noch größer als der ist allerdings das Logo, das unübersehbar auf jedem Exemplar prangt.

George Gina & Lucy, das klingt amerikanisch, international und weit gereist. Weit verfehlt! Den Ursprung hat diese Tasche, die inzwischen auch Hollywoodärmchen ziert, im bestimmt wunderschönen Langenselbold in Osthessen. Die Menschen hinter George Gina & Lucy heißen Nicolas Neuhaus, Nicole Bailly und Oliver Bruhn. 2004 entwarfen sie in ihrer Designfirma Nylontaschen, die praktisch sein sollten, trendy, aber nicht zu weit vorn, waschbar und vor allem bezahlbar. In China ließen sie 1500 Exemplare produzieren und gaben ihnen kuriose Namen wie „Pay Bag“, „Anything goes“ oder „Twogether“.

Über Kontakte wurden die Taschen in Boutiquen ausgestellt und waren im Nu ausverkauft, was auch an den Gerüchten hängt, die von Anfang an um jede George Gina & Lucy Tasche kursierte: Ist diese hier von Häftlingshand gefertigt? Hat Dieter Bohlen die Finger im Spiel?  Oder stimmt die Geschichte von Großtante LUCY, die sich in Los Angeles in GEORGE verliebte, von dem ihr nach der Rückkehr nur eine Tasche voll Erinnerungen und ihre ImaGINAtion blieb.

Was oder wer auch immer wirklich dahinter steht, sicher ist, dass die George Gina und Lucy Tasche eine feste Größe im Handtaschensegment geworden ist und von Alt und Jung getragen wird. Dieser Hype sorgt allerdings dafür, dass einem diese Taschen wirklich überall begegnen und somit kaum noch ein Hauch von Exklusivität geblieben ist. Ich für meinen Teil habe meine Taschen verkauft, „Miss Perfect“ hat bestimmt einen tollen neuen Besitzer gefunden.