Alles fing mit den Motto-T-Shirts an, nun sind die Taschen dran. Aber keine gewöhnlichen Plastik Taschen, sondern richtige „ethical fashion“ Teile. Die Designerin Anya Hindmarch entwarf eine Baumwolltasche mit dem aufgenähten Schriftzug „I´m not a plastic bag“ und initiierte somit eine richtige Moderevolution.

Foto: yamakazz via Flickr, cc-Lizenz
Der Modewahnsinn um Anya Hindmarch Taschen hat meiner Meinung nach deshalb Berechtigung, da er eine deutliche Aussage gegen Plastiktüten macht. Die Taschen von Anya Hindmarch fallen dem Klima aber auch zur Last, je mehr en vogue sie werden. Die Konsumkritik verwandelt sich nämlich paradoxerweise in Konsumfreude.
Lustigerweise muss ein fairer Umgang mit der Umwelt keine Nachsicht mit dem Nächsten bedeuten: bei der Einführung der Anya Hindmarch Taschen in Taipeh wurden mehrere Menschen wegen gigantischer Nachfrage verletzt. So ist auch aus Rücksicht auf die Sicherheit der Kunden der Erstverkauf in Schanghai, Jakarta und Peking abgesagt worden…
Anya Hindmarch ist unter britischen Fashionistas eigentlich bisher eher für teure Clutches, Tote-Bags und allgemein It-Bags bekannt gewesen. Sie erwies sich aber als schlau genug ihre Produkte auf die „Lohas“ („lifestyle of Health and Suistainability“) umzustellen und für eine nachhaltige Aussage zu sorgen. Bei der Oscar-Party der „Vanity Fair“ wurden die Anya Hindmarch Totebags verteilt und mit dem Keira-Knightley-Faktor versehen, währenddessen in Hongkong Hunderte vor einem Einkaufszentrum schliefen, um eine der heißersehnten Shopper zu ergattern.