Meistens will man doch modisch up-to-date sein und alle Trends mitmachen. Unangenehm wird es dann nur, wenn man die Bezeichnung für die Tasche, die man benutzt und zeigen will, nicht einmal kennt oder nicht bemerkt, dass mit diesem komischen Wort gerade die eigene Tasche bezeichnet wird. So geschieht das auch gerne mit der top aktuellen „Tote Bag“.
Wüssten die meisten, dass die Modegeneration vor uns diese einfach „Jutetasche“ nannte und damit ein politisches Statement setzen wollten, um auf den ökologischen Notstand und fairen Handel hinzuweisen, wären wohl auch die wenigsten bereit heutzutage teilweise ein kleines Vermögen dafür auszugeben. Das Wort leitet sich ab vom amerikanischen „to tote“, was soviel wie tragen oder schwer tragen bedeutet. Die Form einer Tote Bag ist also im Original die einer Einkaufstragetasche mit kurzen oder längeren Griffen auf beiden Seiten. Sie hat in den Läden die Tasche aus Plastik abgelöst, das ökologische Ziel wurde somit teilweise wirklich umgesetzt.
Deswegen ist auch eine der ersten und die wohl berühmteste Tote Bag die Tasche mit der Aufschrift „I’m not a plastic bag“ von der Designerin Anya Hindmarch, die nur in der limitierten Auflage von 20.000 Stück produziert wurde und bei Ebay teilweise das 40-fache ihres Originalpreises umgesetzt hat. Andere Modelle, die auch oft an Stars gesehen werden, sind die Taschen, die man bekommt, wenn man in ihren Shops einkauft. So kann man nur eine glückliche und modische Trägerin einer Tasche von Chanel sein, wenn man vorher auch bei Chanel eingekauft hat (schließlich schenkt kein Laden seine heißbegehrte Tasche einfach her).
Gehört man jedoch nicht zu den Auserwählten, die sich einen Einkauf bei Chanel leisten können, oder auch einfach keine Lust haben, ihr Geld in eine Tasche von Designern zu investieren, kann man sich seine Tasche auch ganz simpel selbst schneidern. Wer’s schnell mag und gut mit Nähmaschinen umgehen kann, kann sich eine Anleitung unter www.wikihow.com/Make-a-Tote-Bag ansehen. Für alle, die ihre Tasche ohne Maschine fertigen wollen, hat DLTK die richtige Lösung parat. So wird die Tasche zu einem individuellen Accessoire und ist auch für persönliche Geschenke der absolute Renner, entweder als nette Verpackung oder als persönlich gebasteltes Geschenk. Die Anleitungen sind sehr einfach, so dass man auch mit seinen Kindern einen netten Nachmittag verbringen kann, während man modisch absolut dabei ist und trotzdem ein Statement gegen teure Designer-Ketten setzt.